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Prozessautomatisierung: Wo sollten Unternehmen anfangen?

Nicht der auffälligste Prozess ist automatisch der beste Startpunkt. Entscheidend sind Häufigkeit, Aufwand und ein klar messbares Ergebnis.

Prozessautomatisierung5 Min. Lesezeit

Von Nico und José, MakeItKlick

Illustration eines automatisierten Unternehmensprozesses

Das Wichtigste in Kürze

  • Häufigkeit und Fehleranfälligkeit sind wichtiger als die gefühlte Lautstärke eines Problems.
  • Ein klar begrenzter Teilprozess liefert früher ein nutzbares und messbares Ergebnis.
  • Weitere Schritte folgen erst, wenn die erste Etappe im Alltag stabil funktioniert.

Automatisierung beginnt häufig mit einer langen Liste von Aufgaben, die im Alltag stören. Daraus sofort das größte Vorhaben auszuwählen, ist selten der beste Weg. Ein guter Einstieg ist überschaubar, wiederholt sich häufig und lässt sich klar von einem Ausgangszustand zu einem gewünschten Ergebnis beschreiben.

Wiederholung ist wichtiger als Lautstärke

Ein Arbeitsschritt, der jeden Tag zehn Minuten kostet, bindet über das Jahr oft mehr Zeit als ein komplizierter Sonderfall, der nur einmal im Quartal auftritt. Deshalb sollte nicht das subjektiv lästigste Thema entscheiden, sondern eine einfache Bestandsaufnahme aus Häufigkeit, Bearbeitungszeit und Fehleranfälligkeit.

  • Wie oft wird der Vorgang tatsächlich ausgeführt?
  • Wie viele Personen oder Systeme sind daran beteiligt?
  • Wo entstehen Rückfragen, Wartezeiten oder doppelte Eingaben?
  • Woran wäre nach der Verbesserung erkennbar, dass sie funktioniert?

Mit einem klar begrenzten Ablauf starten

Der erste Schritt muss nicht den gesamten Prozess abbilden. Häufig reicht es, Daten automatisch zu übertragen, ein Dokument aus vorhandenen Angaben zu erzeugen oder eine Benachrichtigung zuverlässig auszulösen. Ein begrenzter Einstieg liefert schneller Erkenntnisse und lässt sich leichter in den laufenden Betrieb integrieren.

Erst wenn dieser Teil stabil funktioniert, wird entschieden, ob weitere Schritte folgen. So entsteht Digitalisierung in nachvollziehbaren Etappen – mit einem konkreten Nutzen nach jeder Ausbaustufe statt eines großen Projekts, dessen Wirkung erst am Ende sichtbar wird.

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